Hello Habits - von Fumio Sasaki

★★★★


Gewohnheiten sind ja mittlerweile beinahe unser Lieblingsthema geworden, wie auch unsere zahlreichen Beiträge auf Instagram zu diesem Thema beweisen. Um so erfreuter waren wir, als wir ein neues und weithin unbekanntes Buch zu eben jenem Thema zugeschickt bekommen haben.


Wenn du ebenfalls glaubst, dass gute Gewohnheiten deinen Alltag leichter machen, wird dieses Buch auf jeden Fall für dich interessant sein. Falls du das noch nicht glaubst, können wir dich mit der folgenden Rezension ja eventuell vom Gegenteil überzeugen.


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Trotz der mehreren hundert Bücher, die wir alleine schon in unserer Zeit bei bookbeaches gelesen haben, sind uns Sachbücher von japanischen Autoren bisher - leider - sehr selten auf den Tisch gekommen. Hello Habits bildet dabei endlich mal wieder die Ausnahme, wobei gleich zu Beginn gesagt sein muss, dass die Übersetzung vom Japanischen ins Deutsche/Englische für den Sprachstil des Buches nicht unbedingt förderlich war. So hören sich manche Formulierungen etwas hölzern an, was dem Leseverständnis allerdings im Großen und Ganzen nicht schadet.

Hello Habits erklärt, wie man es schaffen kann, gute Gewohnheiten in seinen Alltag zu integrieren und dabei nicht immer die gleichen Fehler zu wiederholen.

Uns kommt es im Genre Sachbuch ja sowie so vor allem auf den Inhalt an und in dieser Hinsicht hat Hello Habits auf jeden Fall einige Stärken. Ähnlich wie auch schon der Klassiker zum Thema Die Macht der Gewohnheit beginnt das Buch mit der persönlichen Geschichte seines Autoren. Diese wird im Gegensatz zum Buch von Charles Duhigg allerdings nur angerissen und direkt in die Richtung der Buchthematik geschrieben, so dass sie nicht deplatziert wirkt.


„Wir sind, was wir ständig tun. Spitzenleistungen nichts, was wir tun, sondern vielmehr das, was uns zur Gewohnheit geworden ist.“

(Will Durant)


Den Hauptteil von Hello Habits bildet der Mittelteil des Buches mit seinen 50 Schritten wie man es schaffen kann, neue Gewohnheiten zu bilden. Hier wird anhand von Schritten wie "Hören Sie ganz auf - das ist einfacher", "Checken Sie ihre Gewohnheiten auf Trigger und Belohnungen" oder "Begeisterung kommt mit dem machen" deutlich, wie umfassend der Autor sich mit der Thematik auseinandergesetzt hat und wie sehr er sich auf seine eigenen Erfahrungen stützt.

Lies bei bookbeaches neben der Rezension zu Hello Habits auch andere Buchkritiken zum Thema Gewohnheiten.

Dieser Teil des Buches ist im Übrigen nicht dazu gedacht, ihn einfach hintereinander weg zu lesen. Alleine die Anzahl der Schritte ist zu umfangreich, um sie sich nach einmaligem Durchlesen merken zu können. Vielmehr soll dieser Teil als eine Art Büffet angesehen werden, von dem man sich zu entsprechender Zeit das rausnimmt, was man gerade braucht.


„Das Problem ist ja nichts, dass Sie sich nicht motiviert fühlen ... sondern dass Sie glauben, sich motiviert fühlen zu müssen.“

(Oliver Burkeman)


Abgerundet wird dieser Mittelteil mit 14 eingearbeiteten Schritten, die zeigen, wie man schlechte Gewohnheiten ablegen kann. Da Sasaki aber immer wieder darauf eingeht, dass es sinnvoller ist, eine schlechte Gewohnheit mit einer guten zu überschreiben, liegt der Fokus des gesamten Buches klar auf der Bildung von guten Gewohnheiten.


Sowohl die 50 Schritte zur Gewohnheitsbildung als auch die 14 Schritte zum Ablegen schlechter Gewohnheiten sind am Ende des Buches nochmal als kurze Listen zusammengefasst, so dass man nicht nochmal das ganze Buch lesen muss, wenn man einen bestimmten Schritt nachschlagen möchte.


„Es gibt keinen elenderen Menschen als den, dessen einzige Gewohnheit die Unentschlossenheit ist, für den jede Zigarre, die er sich anzündet, jedes Glas, das er trinkt, die Zeit, zu der er morgens aufsteht, jede kleine Arbeit, die er anfängt, Anlass zum umständlichen willentlichen Abwägen wird. Die Hälfte der Zeit eines solchen Menschen vergeht mit dem Beschließen oder Bedauern von Dingen, die seiner Natur eigentlich so eingewurzelt sein sollten, dass sie für seinen bewussten Heist praktisch nicht existent sind.“

(William James)


Den dritten Teil und damit den Abschluss des Buches bilden 40 Seiten, auf denen der Autor detailliert darlegt, wie der bekannte Mechanismus hinter Gewohnheiten dafür sorgt, dass sich unser Leben vollkommen verändern kann, wenn man für manche Handlungen keine Mühe mehr aufbringen muss. Besonders die Unterscheidung in Anstrengung und Mühe ist in diesem Teil besonders interessant.

Unser Fazit:


Hello Habits reiht sich in die Sammlung sehr guter Bücher über das Thema Gewohnheiten ein. Obwohl die einzelnen Themen immer wieder von persönlichen Einschüben des Autoren unterbrochen werden, verliert das Buch dabei nie seinen roten Faden und bleibt auf 283 Seiten klar strukturiert.


Wenn man sich an der in Teilen leicht hölzernen Sprache nicht stört, bekommt man mit Hello Habits ein Buch, was vor allem mit seinem Mittelteil glänzen kann, in dem es einen klar detaillierten Umsetzungsplan bietet, wie man selbst neue und gute Gewohnheiten in sein Leben integrieren kann.


Wenn du nach einem Buch suchst, was den Fokus auf die praktische Etablierung von Gewohnheiten legt, dann solltest du dieses auf jeden Fall nicht links liegen lassen.


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Über den Autor:


Fumio Sasaki wurde 1979 in Japan geboren und lebt bis heute im Großraum Tokio. Als bekennender Minimalist lebt er in einer nur 20 Quadratmeter großen Wohnung, die nur mit einer kleinen Holzkiste, einem Schreibtisch und einem Rollfuton ausgestattet ist. Bis 2016 war Sasaki Cheflektor des japanischen Verlags Wani Books, bevor er freier Autor wurde.


Zu seinen international bekannten Veröffentlichungen gehört unter anderem der Minimalismus-Ratgeber Das kann doch weg!: Das befreiende Gefühl, mit weniger zu leben.



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