Leben mit Hirn - von Sebastian Purps-Pardigol

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Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht gerne Texte über das menschliche Denken liest. Zu groß ist einfach das Interesse an einem Thema, das (fast) jeden von uns direkt betrifft und eben weil man doch immer gerne wissen möchte, was da oben so vor sich geht und ob bei einem selbst auch alles richtig läuft, stoßen entsprechende Texte auf große Beliebtheit.


Da die Neurowissenschaft im Gegensatz zu anderen Zweigen der medizinisch-biologischen Forschung allerdings quasi noch in den Kinderschuhen steckt, sind Bücher über das Thema häufig sehr komplex und nicht immer leicht zu lesen. Ob das bei Leben mit Hirn von Sebastian Purps-Pardigol auch der Fall ist, erfährst du in dieser Rezension.


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Das menschliche Gehirn ist das Ergebnis eines Prozesses der Millionen von Jahre gedauert hat. Seine Komplexität übersteigt vielleicht alles, was überhaupt Thema von wissenschaftlicher Forschung ist. Auch wenn vieles über die Schaltzentrale im unserem Kopf bis dato noch im Dunkeln liegt, können durch immer fortschrittlicherer Technologien und immer ausgefallenere Studien immer eindeutigere Erkenntnisse über das menschliche Gehirn erlangt werden.

Leben mit Hirn zeigt nicht nur, wie wir unsere Emotionen verändern.

"Die moderne Hirnforschung zeigt: Wir können die Aktivität unseres Gehirns innerhalb weniger Augenblicke messbar verändern."


Darüber zu lesen hat uns schon in Schnelles Denken, langsames Denken von Daniel Kahnemann gefallen, auch wenn wir zugeben müssen, dass wir dabei oftmals viele AHA!-Momente hatten, die wir aber nicht direkt in praktische Erkenntnisse für unseren Alltag umsetzen konnten (was die herausragende Qualität natürlich nicht mindert).


Leben mit Hirn von Sebastian Purps-Pardigol schlägt thematisch eine ähnliche Richtung ein, verbindet jedoch aktuelle Erkenntnisse aus der Hirnforschung mehr mit Teilaspekten der Persönlichkeitsentwicklung. So lernen wir im Laufe des Buches beispielsweise nicht nur, den Treiber unserer Emotionen kennen, wir lernen auch gleich noch, welcher bestimmte Teil unseres Gehirns für welche Emotion verantwortlich ist und wie sich diese durch verschiedene Techniken verändern lassen.


Jedes der fünf Kapitel im Buch behandelt dabei ein separates Thema, zu dem neue Erkenntnisse aus verschiedenen wissenschaftlichen Studien zusammenfasst werden. Neben den bereits angesprochenen Emotionen werden unter anderem menschliche Grundbedürfnisse, "klassische" Themen der Persönlichkeitsentwicklung wie Komfortzone, lebenslanges Wachsen und das Umfeld, sowie die beispielhafte Darstellung des menschlichen Gehirns behandelt.


"[...] unser Gehirn in der Lage ist, sich ein Leben lang neu zu vernetzen. Das bedeutet, dass wir grundsätzlich jederzeit neue Gedanken, neue Fähigkeiten und neue Verhaltensweisen entwickeln können."


Leben mit Hirn zeigt auch neueste Erkenntnisse aus der Hirnforschung.

Insgesamt schafft es das Buch so, die theoretischen Erkenntnisse immer mit einem praktischen Bezug zu verbinden und über die "Ist-Ja-Interessant"-Momente hinauszugehen. Die genannten Studien dienen in ihrer Fülle immer einem Zweck und werden thematisch dabei oft noch mit den durch ein verändertes Layout hervorgehobenen und zum Teil auf den persönlichen Erfahrungen des Autors beruhenden Einschüben verbunden.


Den Abschluss des Buches macht die bereits im 3. Kapitel ("Wohlwollen") vorgestellte Anleitung zur Metta-Meditation. Wer möchte, findet hiermit eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie man seine Wahrnehmung nicht nur über sich selbst, sondern auch über Menschen, zu denen man in der Vergangenheit ein eher schlechtes Verhältnis hatte, ändern kann.


"Unser Gehirn ist darauf ausgelegt, uns am Leben zu erhalten. Es ist nicht seine Aufgabe, uns glücklich zu machen. Darum müssen wir uns selbst kümmern. "


Fazit


Wir freuen uns grundsätzlich immer darüber, wenn Autoren auf uns zukommen und an Kooperationen interessiert sind. Noch mehr freuen wir uns, wenn sie Bücher vorzustellen möchten, die wir auch ohne Anfrage gerne gelesen hätten, wären sie auf unserem Radar gewesen. Bei Leben mit Hirn von Sebastian Purps-Pardigol ist das definitiv der Fall.


Nicht nur, dass der Autor in seinem Buch Themen behandelt, für deren Verbreitung wir sowieso gerne stehen, er verbindet diese auch noch auf spannende Weise mit aktueller Hirnforschung und schafft es, ein Buch zu schreiben, welches thematisch zwar komplex ist, sich aber gleichzeitig auch sehr gut lesen lässt.


Besonders gut haben uns neben den persönlichen Einschüben die Illustrationen und die Zusammenfassungen der Kapitel gefallen, die ans Ende eines jeden Kapitels angefügt sind. Wir können selbst bei genauester Betrachtung keinen einzigen Grund für einen Sterne-Abzug finden und so bekommt Leben mit Hirn die volle Anzahl mit 5 von 5 Sternen und damit eine absolute Empfehlung!


Über den Autor


Sebastian Purps-Pardigol (geb. 1976) ist zertifizierter Coach und Facilitor (NLP Master, Systemischer Coach, Hypno-Coach, Systemische Aufstellungsarbeit und Organisationsentwicklung) sowie Autor und Redner. Besonderes Interesse legt er bei seiner Arbeit auf die Themen Hirnforschung, Digitalisierung, Führung, Kulturwandel und Persönlichkeitsentwicklung.


Sebastian Purps-Pardigol ist Mitbegründer der Non-Profit Initiative Kulturwandel in Unternehmen und Organisationen. Seine Bücher Führen mit Hirn* und Digitalisieren mit Hirn* erschienen auf deutsch, englisch und chinesisch und sind mittlerweile Bestseller.


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Der Text verwendet wegen der besseren Lesbarkeit nur die männliche Bezeichnungen; selbstverständlich sind damit auch alle anderen Geschlechter angesprochen, männlich, weiblich und divers.