Die drei wichtigsten Regeln für deinen Vermögensaufbau

Warum du nicht 100 Finanzbücher lesen musst, um erfolgreich zu sparen und zu investieren


Man könnte sagen, dass alles, was du über das Sparen und Investieren wissen musst, um es erfolgreich zu tun, im Endeffekt auf drei wesentliche Regeln zurückzuführen ist. Wir würden sogar so weit gehen zu sagen, dass du 99% des benötigten Wissens hast, wenn du diese kennst.


Zwar haben wir tatsächlich 100+ Finanzbücher gelesen, investieren dadurch jedoch nicht mehr oder weniger erfolgreich als jemand, der das nicht getan hat, sich aber an die folgenden drei simplen Regeln hält:


#1: Sparen ist Trumpf

#2: Jeder Monat zählt

#3: Passiv gewinnt


Das bedeutet für dich: So schwer ist das alles gar nicht. Du musst kein Mathe- oder Finanzprofi sein oder werden, keine komplizierten wissenschaftlichen Bücher lesen und du brauchst auch keinen Berater oder ein großes Startkapital, um dir selbst erfolgreich ein Vermögen aufzubauen.


Aber lass’ uns im Detail schauen, was sich hinter den Regeln versteckt.


Regel #1: Sparen ist Trumpf: Dein Ausgabeverhalten ist mindestens so wichtig wie deine Einnahmen!


Eine Regel, die von vielen unterschätzt wird. Häufig hört man als Ursache dafür, dass jemand noch nicht mit dem Investieren begonnen hat, dass er nicht genug verdiene. Die Einnahmen sind jedoch nur die eine Seite der Medaille. Was mindestens genauso wichtig ist, ist, wie du deine Einnahmen verwendest und wie gut du mit Geld umgehen kannst.

Lass mich dir das an einem kleinen Beispiel deutlich machen:


Person A: Verdient 5.000€ netto im Monat, gibt 5.000€ im Monat aus - kann 0€ im Monat zur Seite legen


Person B: Verdient 1.500€ netto im Monat, gibt 1.400€ im Monat aus - kann 100€ im Monat zur Seite legen


Man muss kein großer Mathematik-Profi sein, um zu erkennen, wer von den beiden in dieser Situation ein größeres Vermögen aufbauen wird.

Benutze ein niedrigeres Einkommen daher nicht als Ausrede. Frage dich stattdessen, was du auf Seiten deiner Ausgaben tun kannst, um mit deinem Einkommen zurechtzukommen und noch etwas zur Seite legen zu können. An dieser Seite anzusetzen geht zudem meist schneller und ist einfacher (z.B. Kündigung ungenutzter Abos, Verzicht auf das 10. Paar weiße Turnschuhe, etc.), als seine Einnahmen zu steigern.

Möchtest du langfristig ein großes Vermögen aufbauen, wirst du an der Optimierung der Einnahmen-Seite natürlich dennoch schwer vorbeikommen. Nichtsdestotrotz können auch kleine Beträge einen großen Effekt haben. Person B hat nämlich mit den „nur“ 100€ pro Monat in 40 Jahren bei 7% durchschnittlicher Rendite am Aktienmarkt fast 250.000€ zusammen (ohne Berücksichtigung von Steuern) - würdest du auf diesen Betrag in deinem Ruhestand verzichten wollen, bloß weil es sich für 100€ im Monat „ja nicht lohnt“? Wir nicht ;-)


Und damit kommen wir auch schon zu:


Regel #2: Jeder Monat zählt: Fange so früh wie möglich an, den Überschuss zu investieren!

Der Zinseszins-Effekt lässt dein Vermögen exponentiell anwachsen, je länger du es sich verzinsen lässt. Exponentielle Entwicklungen sind für das menschliche Gehirn häufig schwer vorstellbar, was man sich jedoch merken sollte ist, dass die wirklich starken Effekte später auf der Zeitleiste eintreten. Daher solltest du so früh wie möglich anfangen, Geld zu investieren, damit es sich so lange wie möglich verzinsen kann.

Kommen wir für ein Beispiel wieder auf die Person B zurück:

Person B hat in den 40 Jahren also 40 x 12 Monate x 100€ zurückgelegt = 48.000€. Wenn du bis hierhin noch nicht verstanden hast, was der Zinseszins für dich tun kann, lass dir die Differenz zu B’s Endkapital i.H.v. 250.000€ noch einmal auf der Zunge zergehen. Die gut 200.000€ Differenz sind also ausschließlich Zinsen und Zinsen auf Zinsen.


Nur 5 Jahre später anzufangen, hätte für den Vermögensverlauf der Person B bereits deutliche Folgen: Obwohl B selbst dann „nur“ 6.000€ weniger zurücklegt (5 Jahre x 12 Monate x 100€) hat B nach den darauffolgenden 35 Jahren nämlich „nur“ ca. 172.000€, also 78.000€ (!) weniger. Ihr seht: Ihr solltet anfangen! ;-)

Aber wie investiert man denn nun „richtig“?



Regel #3: Passiv gewinnt: Das beste Investment für Privatanleger sind passive Indexfonds/ ETFs


Entwarnung: Ihr müsst nicht wissen, wie man eine Aktie fundamental oder technisch bewertet, welche Kennzahlen relevant sind und Optionshandel, Derivate und Trading dürfen Fremdwörter für euch bleiben. Ihr werdet trotzdem statistisch betrachtet erfolgreicher sein, als die, die das Gegenteil von Regel 3 tun, nämlich aktiv zu investieren.


Diese Regel ist wohl die unpopulärste, aber vielleicht gleichzeitig die wichtigste für die Höhe eurer Rendite (und wir haben ja gerade gelernt: Zinseszins ist ein mächtiges Instrument). Zu mächtig, als dass ihr diese Regel ignorieren solltet.


Mittlerweile gibt es viele Studien, die belegen, dass passive Anleger, die ganz simpel via regelmäßigem Sparplan in breit gestreute Indexfonds/ ETFs investieren (also viele Branchen, Länder und Unternehmen abdecken) langfristig betrachtet durchschnittlich höhere Renditen erzielen, als aktive Anleger, die bewusst Aktien „herauspicken“ („Stockpicking“) oder versuchen, die richtigen Zeitpunkte abzupassen („Market Timing“). Nicht mal der Großteil aktiver Fondsmanager schafft es, langfristig den Index/ den Markt zu schlagen - und die werden sogar dafür bezahlt.


Warum versuchen es also trotz eindeutiger Datenlage doch so viele? Nun, auf die Frage haben wir keine sichere Antwort. Ein gewisser Spaßfaktor spielt sicher immer eine Rolle, ebenso wie der Ehrgeiz, es doch zu versuchen, evtl. manchmal das eigene Ego, das denkt: „Für gerade mich gelten die Regeln nicht, ich kann das besser“, aber sicher auch Ungeduld und Gier sind hier zu berücksichtigen.

Aber die Vorteile von Indexfonds liegen klar auf der Hand: Die breite Streuung wurde schon für euch übernommen, da keine aktiven Fondsmanager bezahlt werden müssen, habt ihr i.d.R. sehr niedrige Gebühren und ihr werdet die höheren Renditen erzielen.


Und wenn ihr jetzt denkt: „Ach, ob ich 6,5% Rendite oder 7% Rendite erziele, das macht doch kaum einen Unterschied“ dann haben wir noch ein Beispiel für euch:

Person C investiert 300€ monatlich und erhält über 40 Jahre lang 6,5% Rendite pro Jahr

= Endkapital ca. 655.000€

Person B investiert ebenso 300€ monatlich, erhält über 40 Jahre lang jedoch 7% Rendite pro Jahr

= Endkapital ca. 746.000€


In diesem Fall ist der halbe Prozentpunkt Differenz in der Rendite Ursache für ca. 91.000€, die Person C weniger zur Verfügung haben wird, als Person B (wieder alles vor Steuern). Da überlegt man sich doch zweimal, ob man seinem Fondsmanager 0,5% Gebühren bezahlt, wenn dieser es nicht einmal schafft, dir dadurch eine höhere Rendite zu erwirtschaften, oder? (An dieser Stelle sei erwähnt: Das war ein nettes Beispiel. Gebühren für aktive Fonds liegen nicht selten zwischen 1-3% - was das mit der Vermögensdifferenz macht, könnt ihr euch vorstellen.)


Key to success


Eigentlich ist es also wirklich simpel, erfolgreich ein Vermögen aufzubauen und alle guten Finanzbücher kommen irgendwann auf genau diese drei Regeln zurück.


Natürlich kann man immer aus Interesse und zur eigenen Weiterbildung noch mehr zu den Themen lernen. Auch wir lesen gerne über weitere Investmentformen, Aktienbewertungen, o.ä. - Wir sind uns jedoch ziemlich sicher, dass die ersten 99% erfolgreich erreicht sind, solange man sich an diese simplen drei Regeln hält!


Viel Spaß beim Investieren! :-)


(Der Artikel spiegelt lediglich unsere Meinung wieder. Wir geben keine konkreten Anlageempfehlungen, ein Investment ist immer ein Risiko und muss individuell geprüft werden.)


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Der Text verwendet im Folgenden wegen der besseren Lesbarkeit nur die männliche Bezeichnungen; selbstverständlich sind damit auch alle anderen Geschlechter angesprochen, männlich, weiblich und divers.